Bahngewerkschaften signalisieren Kooperation mit den Lokführern
2007-11-14 12:54:09 - Verkehrs-Reporter.Net
Die Lokführer haben mit dem größten Streik in der Geschichte der Bahn begonnen. Zunächst begrenzt bis Sonnabendmorgen, 2 Uhr. Aber wenn es nach den Lokführern geht, dann wollen sie auch unbegrenzt streiken. Für einen eigenen Tarifvertrag und mehr Geld. Aber Mehdorn stellt sich stur. Inzwischen haben die größte Bahngewerkschaften Transnet und die Bahngewerkschaft GDBA die GDL zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgefordert.
Wenn die GDL ernsthaft eine bessere Bezahlung für Lokführer durchsetzen wolle, könne sie das kurzfristig nur durch eine Beteiligung an den bereits begonnenen Verhandlungen über ein neues Entgeltsystem im Gesamtkonzern erreichen, sagt Transnet-Chef Norbert Hansen. Für den Fall allerdings, dass die Politik an ihren Privatisierungsplänen festhalte, drohte Hansen damit, dass auch die anderen beiden Gewerkschaften sich den Lokführern anschließen könnten.
In Sachen Lohnerhöhung und Arbeitszeit signalisierte die Lokführer-Gewerkschaft schon Verhandlungsbereitschaft. Die Kernforderung bleibe aber ein eigenständiger Tarifvertrag. Der Bahn-Vorstand blieb bis heute Mittag jedoch hart und wollte kein neues Angebot vorlegen. Man werde sich nicht von einer kleinen Minderheit der Beschäftigten erpressen lassen, hieß es.
Die Bahn kündigte Notfahrpläne an. Infos stehen im Internet unter www.bahn.de/aktuell und gibt es über die kostenlose Informationshotline 08000-996633. Im Güterverkehr gilt für Ostdeutschland eine Annahmesperre.
(News-Reporter/um)






